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Mythisches Augsburg in der Architektur (von K.G.)

Augsburg ist eine sehr alte Stadt mit bewegter Vergangenheit und Geschichte.

Die Latein sprechenden Römer nannten Augsburg damals Augusta Vendelicorum. Den ersten Teil des Namens, Augusta, trug die Stadt, weil sie auf Befehl von Kaiser Augustus von dessen beiden Stiefsöhnen gegründet wurde. Der zweite Teil, Vindelicorum, ist die lateinische Bezeichnung für den Volksstamm der Vindeliker, die damals in diesem Gebiet zwischen Wertach (lateinisch Vinda) und Lech (lateinisch Licus) siedelten.

Das alte Stadtsiegel enthält die Zirpelnuss, ferner das Stadttor und den doppelköpfigem Adler. Zirpelnuss, Pinienzapfen symbolisieren wie Schlange, Schlangenstab, Palmwedel den Penis, Energiestab - Transmitter (Symbol der Zeugungskraft).

Augusta – Augustus - August geht auf die römische Orakel-Göttin Juno Augusta (augustae) zurück, sie repräsentierte das einstige Matriarchat. Der Begriff wurde später auf männliche Priester übertragen und nach Einführung des Patriarchats von der neuen Priesterschaft ebenfalls kopiert. Im Matriarchat war ein "Augustus" war somit ein Mann / Priester der vom "Geist der Göttin erfüllt war". Angedeutet wird damit, daß nicht nur Frauen befähigt waren die Symbole der Göttin und deren Auswirkungskraft auf Stand, Land, Mensch, Tier und Natur richtig zu interpretieren, sondern auch vereinzelt Männer in diese Fähigkeit eingeweiht wurden. Man kann diese antiken Berufe mit modernen Lehrberufen für Elektro-Technik, Elektronik bis Netzwerkverfahren, Architektur, Innenarchitektur und ähnliches vergleichen.

Augsburg war nach Trier damals eine der größten römischen Siedlungen nördlich der Alpen. Kaiser Hadrian verlieh der Siedlung Augusta Vindelicorum im Jahr 121 n.d.Z. das römische Stadtrecht. Augsburg war ab etwa 95 n.d.Z. Hauptstadt der römischen Provinz Raetien, die sich bis nach Oberitalien erstreckte.

Zu Beginn des vierten Jahrhunderts, im Jahre 304, soll Narcissus, Bischof von Gerona in Spanien, ins bayerische Augsburg gekommen sein, wo er die Prostituierte Afra (1) getroffen und zum Christentum bekehrt habe. Der Onkel jener Afra war Dionysus (2) von Augsburg, den Narcissus laut legendarischer Überlieferung zum ersten Bischof von Augsburg geweiht haben soll.

1156 erhielt Augsburg durch Kaiser Friedrich Barbarossa (3) das Stadtrecht verliehen, das knapp hundert Jahre später 1251 durch das Recht auf Führung eines Siegels und auf Besteuerung ihrer Bürger erweitert wurde.

Ihren absoluten Höhepunkt erlebte Augsburg zur Zeit der Renaissance, als hier Künstler wie Hans Holbein d. Ä. (1465-1524) oder Hans Burgkmair d. Ä. (1473-1531) wirkten und die Stadt zu einem der bedeutendsten kulturellen Zentren in Mitteleuropa werden ließen. In dieser Zeit entstanden einige der wichtigsten und bekanntesten Sehenswürdigkeiten, die nicht zuletzt durch die reichen Kaufmannsfamilien der Fugger und Welser finanziert wurden.

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(1)

Afra wird in der Regel mit Märtyrerpalme und Krone dargestellt. Sie ist an einen Baum gebunden, der auf einem brennenden Holzstoß steht. Baum und Feuer sind ihre Attribute. In seltenen Fällen sind es auch Pinienzapfen, die ihr als Attribut dienen.

Die Palme galt in der Antike als Lebensbaum (im germanischen Yggdrasil) und war Göttin Astarte zugeordnet, die darauf residierte. Ihr hebräischer Name lautete Tamar - Palmbaum. Ein weiteres Symbol war die Kokosnußmilch, das "Brot des Lebens" repräsentierend, dies war ein Symbol des ewigen Lebens / Milch und Honig, auch Hinweis auf matriarchalische natürliche Heilmethoden und Medizinen. Ägypterinnen nannten den Penis des Mannes "Palme". Palme muß auch mit Energiestab – Transmitter gedeutet werden. Feuer muß mit Sonne, Lebensenergie interpretiert werden und darf hier nicht mit inquisitorischer Hexenverbrennung verglichen werden. Die griechische Bezeichnung der Dattelpalme ist "phoenix", was auch auf den gleichnamigen mythologischen Vogel hinweist. Dieser ist ein Symbol der Auferstehung: "Phoenix aus der Asche" – Geburt einer neuen Idee, Start eines Unternehmens, einer Partnerschaft etc..

Um eine Person oder eine Situation so zu beschreiben, daß das normale Volk es verstehen konnte, wurde von alters her auf symbolische Darstellungen wie Architektur, Baukunst, schöpferische Kunst und davor auf Felszeichnungen etc. zurück gegriffen.

Möglicherweise ist Afra eine christianisierte Version der griechischen Göttin Aphrodite. Neben der Ähnlichkeit des Namens spricht für diese These, daß im Kult der Liebesgöttin Tempelprostitution üblich gewesen sei, die nach christlicher Lesart als Bordellbetrieb gedeutet wurde. Ein Hauptheiligtum der Aphrodite befand sich in Paphos auf Zypern, Afra soll eine zyprische Königstochter gewesen sein.

Aphrodite, ihr heiliges Metall war Kupfer – Kupferminen. Sie hieß auch Mari – die See.

Tempelprostitution darf nicht automatisch mit einem modernen Bodell-Betrieb verglichen werden. "Huren" / Horen waren Aphrodites himmlische Nymphen. Sie galten als Geburtshelferinnen der Götter. Die irdische Version könnte man als Lehrerinnen im Sexual-Unterricht, Ärztinnen, Hebammen, Schwangerschafts-, Partnerschafts- und Lebensberatung etc. bezeichnen. Ferner waren die Horen Tempeltänzerinnen, die den Jahreskreislauf tänzerisch darstellten. Die Zeitmessung wurde Horologie genannt (B.G. Walker, S. 417).

Zeitmesser, Uhr, Kompaß sind unerläßliche Präzisionswerkzeuge. Horologerie – Uhren Industrie.

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Der Name Dionysus geht auf Gott Dionysos – Bacchus (Adonis) zurück, der in anderen Gegenden und Kulturen auch als "Pan – der grüne Lord der Wälder oder das grüne Gesicht" bekannt ist. Die mittelalterliche Variante hierzu ist "Peter Pan" oder "Robin Hood" (England). Dionysos war ein sogenannter "Befreier". Sein Attribut war der Thyrosstab, ein stilisiertes Zepter, welches den Phallus von einem Pinienzapfen gekrönt, darstellt. Phallus wird auch mit Schlange / Drachen etc. gleichgesetzt. Die Symbolik stellt im subatomaren Bereich (Hyperraum) jedoch immer eine Antennenanlage mit Sender und Empfänger-Einrichtung dar.

Die Zirbelnuss war als stilisierter Pinienzapfen das Feldzeichen der römischen Legion des Römerlagers und wurde zum Symbol der späteren römischen Hauptstadt der Provinz Raetia. Noch heute findet sich die Zirbelnuss auf zahlreichen Gebäuden und Mauern im gesamten Stadtgebiet als Zeichen Augsburger Würde.

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Kaiser Barbarossa wird auch mit Zypern in Verbindung gebracht.

Stadtgöttin Cisa

Cisa (dea Ciza) galt als die Stadtgöttin von Augsburg. In Randnotizen des aus dem Stift Ursberg stammenden Excerptum ex Gallica Historia (um 1135) wird ausführlich von der erfolglosen römischen Belagerung der von schwäbischen Stämmen zwischen Lech und Wertach errichteten Stadt Cisaris, dem späteren Augsburg, berichtet. Die Stadt war demnach nach einem Heiligtum der Göttin Cisa (Göttin des Bergbaus) benannt. Laut einem Text aus dem 12. Jahrhundert blieb die Göttin Cisa in der Diskussion weil Jacob Grimm in seiner Deutschen Mythologie den „Werth der merkwürdigen Überlieferung“ ausdrücklich betonte.

Eine Darstellung der Cisa ist auf der Wetterfahne des Perlachturms zu sehen; ferner sollen der Legende nach einige Darstellungen auf den Bronzetüren des Domes auf die Göttin hindeuten. In Augsburg war zumindest seit dem späten Mittelalter ein provinzialrömisches Medusenhaupt (4) bekannt, das sich heute im Römischen Museum in Augsburg befindet.

Augsburg Perlachturm, Medusa (Schweiz)

Medusa als Schlangengöttin repräsentiert die weibliche Weisheit, in Ägypten wurde sie durch Maat repräsentiert - Uräus-Schlange - Weisheitssymbol

In der Antike war die Göttin beispielsweise eine Professorin für Psychologie, Lebens-Trainer, Management-Trainer, Erfolgs-Coach etc. In Göttinnenstädten waren Universitäten mit ihr angeschlossenen Lehranstalten und -Ämtern für alle anfallenden Berufsbedürfnisse üblich. Grimm v erwies somit "versteckt" auf die antiken Universitäten mit ihrem allumfassenden Studienmaterial - Büchereien - über Kosmos und seine Entstehung bis hin zur Entstehung der Erde mit allem, was hier zu finden ist, hin.

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Der Stoinerne Ma

Der „Stoinerne Ma“ („Steinerner Mann“) ist eine überlebensgroße Steinfigur an der östlichen Stadtmauer im Bereich der so genannten „Schwedenstiege”, die in unmittelbarer Nähe der Galluskirche liegt. Sie stellt wohl einen einarmigen Bäcker mit einem Laib Brot und einem Schild dar. Im Bereich der Füße befindet sich ein schneckenförmig gedrehtes Postament. Der Sage nach handelt es sich um den Bäcker "Konrad Hackher”, der während einer langen Belagerung der Stadt aus Sägemehl Brote gebacken und für die Belagerer deutlich sichtbar über die Stadtmauer in den Graben geworfen haben soll. Der Eindruck, in Augsburg gäbe es noch so viel Brot, dass man es über die Mauer werfen könne, soll die Belagerer so demoralisiert haben, dass sie aus Wut nach ihm mit einer Armbrust schossen.

Ein Treffer schlug ihm den Arm ab, bald darauf brachen sie die Belagerung ab. Historisch gehört das Ereignis in den Dreißigjährigen Krieg, genauer zur Belagerung Augsburgs während der Jahre 1634/35, als kath. Truppen unter

Generalfeldmarschall von Wahl die von den protestantischen Schweden besetzt gehaltene Stadt zurückerobern wollten. Verlässlich belegt ist die Tat des Bäckers freilich nicht.

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Die sieben Kindeln

In der Hauswand des Anwesens Bei den Sieben Kindeln 3 befindet sich ein eingelassenes Steinrelief aus der Römerzeit, das sechs spielende, nackte Kinder darstellt, die um einen Sarg versammelt stehen. Der Legende nach soll die Gedenkplatte von einem römischen Offizier zur Erinnerung an das Ertrinken eines seiner Kinder in Auftrag gegeben worden sein (deshalb heißt es „sieben“ Kinder, obwohl die Platte nur sechs darstellt: Das siebte Kind sei ertrunken und liegt in dem Sarg). Nach heutigem Wissensstand stellt die Platte Eroten dar und bildete einmal die Längsseite eines so genannten Erotensarkophags.

Eroten: allegorische Darstellungen geflügelter Liebesgötter, meist in Kindergestalt; Eros. Eros wird mit Aphrodite (Liebesgöttin) assoziiert.

Die Zahl 7 hat weitere Bedeutungen. Auszug aus dem Organic Spirit-Lexikon:

  • Die Zahl Sieben gilt, wie die Sechs, als Glückszahl.
  • Im Altertum waren 7 Planeten bekannt. Als Siebenge­stirn oder die sieben Schwestern, sind die Plejaden bekannt.
  • Das Sternbild "Der große Wagen" besteht aus sieben Sternen.
  • In Europa gibt es das Siebengebirge und Siebenbürgen.
  • Schneewittchen und die sieben Zwerge.
  • Die Siebenmeilenstiefel.
  • Die sieben Schwaben.
  • Bauernregel: Siebenschläfer.
  • Im Sprachdialekt kennt man "Siebengescheit" oder "hast du deine Siebensachen beisammen".
  • Es gibt sieben verschiedene Arten von Dreiecken.
  • Die Tonleiter hat sieben Töne.
  • In Mythen spricht man von den sieben Weisen.
  • Die Alchemie kennt sieben Einweihungsstufen um den Stein der Weisheit zu erlangen.

Herkulesbrunnen

Der Herkulesbrunnen in der Maximilianstrasse ist der grösste Monumentalbrunnen. Entworfen von Adrian de Vries zwischen 1597 und 1600 wurde er 1602 aufgestellt. Herkules kämpft mit der Flammenkeule gegen die siebenköpfige Hydra. Ferner sieht man die Meeresgötter, Brunnenmädchen und Gänse. Dies soll den Sieg der Menschen über Feuer und Wasser symbolisieren.

http://de.wikipedia.org/wiki/Herkulesbrunnen

http://augsburger-brunnen.schwabenmedia.com/Brunnen/Herkulesbrunnen.htm

  • Wasser und Feuer / Licht / Sonne symbolisieren die Uressenz. Wer diese "beherrscht" - erschafft unweigerlich Chaos.

Drei Broncerelieftafeln zeigen drei Frauen (Symbol dreifaltige Muttergöttin - in Augsburg Cisa - Augusta). Sowie ein Stier und eine Kuh, die unter das Joch gespannt sind. Sichtbar ist im ersten Relief auch ein Pan-ähnliches Wesen.

  • Diese Symbolik berichtet, wie Mutter Erde (Kuh, Hathor / Isis mit den Kuhhörnern) und der Stier / Sonnengott unterworfen werden. Der natürliche Kreislauf des Universums ist damit durchbrochen, das Chaos, die unrhythmische Frequenzaktivität hat den Sieg errungen. Sich Gott Pan zu unterwerfen heisst gleichzeitig, sich die Natur zu unterwerfen, also Tiere und Pflanzen zu missbrauchen.

Im zweiten Relief sieht man Romulus und Remus, die vier Flussgötter und Fama, Göttin des Ruhmes. Ebenso sichtbar Amor (Gott der Liebe / Liebesbote) und zwei Adler.

  • Romulus und Remus repräsentieren die römische Muttergöttin Rhea. Der Adler ist auch ein Totemtier der Göttin Isis und Gott Jupiter.

Das dritte Relief zeigt Stadtgöttin Augusta (Cisa). Im Bild zeigt sich auch Göttin Fortuna mit dem Füllhorn. Ferner steht Merkur über dem Stadttor.

Weitere Bilder finden Sie in unserer GalerieStichworte

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Alle Bilder © K.G., Augsburg Juli 2011

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5. April: Welche Gesetzmässigkeiten bestimmen unser Leben?

3. Mai: Schablonen - einengende Gedankenmuster

5. Juni: Brauchen wir Emotionen?

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Letzte Aktualisierung: 26.03.2012